Fürstenglanz im Winterpalais des Prinzen Eugen - IMLAUER Hotels & Restaurants

Fürstenglanz im Winterpalais des Prinzen Eugen

Noch bis zum 26. Juni 2016 zeigt das Belvedere im Winterpalais des Prinzen Eugen in der Wiener Innenstadt die Ausstellung „Fürstenglanz – Die Macht der Pracht“. Die Ausstellung ist ein Muss für jeden Kunstinteressierten, der gerne mal „hinter die Kulissen“ blicken möchte und mehr über die Entstehung und Verbreitung der großen europäischen Kunstsammlungen erfahren möchte.

 

Das sogenannte Winterpalais befindet sich seit 2013 im Besitz der Österreichischen Galerie Belvedere und wird für Sonderausstellungen genutzt. Prinz Eugen ließ das Palais ab 1697 von dem berühmten Architekten Johann Bernhard Fischer von Erlach gestalten und errichten. Er nutze es als Hauptwohnsitz und repräsentativen Bau für Empfänge und Feierlichkeiten. Prinz Eugen selbst war einer der größten Sammler und Kunstinteressierten seiner Zeit und so ist es wohl kein Zufall, dass diese Ausstellung gerade hier stattfindet. Nach einer langjährigen originalgetreuen Restaurierung des Palais kann man heute neben der Ausstellung auch die Räumlichkeiten des Palais erkunden.

 

Die Ausstellung „Fürstenglanz“ zeigt anhand zahlreicher Exponate – darunter viele Leihgaben aus den großen europäischen Sammlungen – wie große Kunstmäzene des Barocks ihre Sammlungen in wertvollen Buchdrucken abbilden und beschreiben ließen. Derartige Galeriewerke sorgten für die Verbreitung und Bekanntheit dieser Sammlungen und dienten dazu, den Reichtum und Macht eines Fürsten zu verbreiten. Die Galeriewerke sind im ersteren Sinne die Vorläufer unserer heutigen Sammlungs- und Ausstellungskataloge.

 

Großformatige Porträts von fürstlichen Sammlern, originale Gemälde aus den Sammlungen und die Galeriewerke selbst geben ein aufschlussreiches Bild über diesen Abschnitt unserer Kunstgeschichte. Einen besonders anschaulichen Akzent der Ausstellung setzt ein Raum in einer „barocken Hängung“. Anders als heute, wo Kunstwerke möglichst exponiert und für sich alleine stehen sollen, versuchte man damals mit von Kunstwerken überbordenden Räumen ein möglichst umfangreiches und prunkvolles Bild einer Sammlung zu geben. Derartige Hängungen kennen wir aus zahlreichen Gemälden dieser Zeit.

 

Die Ausstellung veranschaulicht detailliert die Öffnung der Kunstsammlungen zunächst für ein kleineres ausgewähltes Publikum und später, in der Zeit der Aufklärung, für ein breiteres gebildetes Publikum. Hochwertige Exponate, informative Beschreibungen und das Winterpalais als perfekter Rahmen machen diese Ausstellung zu einem besonderen Erlebnis.