THE PLACE TO FEEL TRADITION

ZOTTELIGE GESELLEN UND SÜSSE NASCHEREIEN

BRAUCHTUM IN DER ADVENTZEIT

Die Advent- und Weihnachtszeit verzaubert uns jedes Jahr aufs Neue und lässt uns die Welt mit strahlenden Kinderaugen sehen. Ein Teil dieser Magie ist das reichhaltige Brauchtum, das uns diese Zeit in einer besonderen Weise erleben lässt.

Wir lieben es alle, in der Advent- und Weihnachtszeit unsere Häuser und Wohnungen zu schmücken. Egal ob traditionell mit Tannenzweigen und Strohsternen oder etwas bunter und mit vielen Lichtern. In fast keinem Haushalt fehlen Adventkranz oder Adventkalender.

Andere Traditionen, wie das Schneiden der Barbarazweige am 4. Dezember, sind weniger verbreitet. Dabei werden Zweige von Kirschbäumen abgeschnitten und im Haus aufgestellt. Wenn sie bis Weihnachten zu blühen anfangen, steht der Legende nach eine Hochzeit ins Haus.

Zotteligen Gesellen und der Heilige Nikolaus

Rund um den 5. & 6. Dezember machen eigenartige Gestalten die Straßen unsicher. Mit Ihren um die Hüften gebundenen Glocken hört man sie schon von weitem. Im Fellgewand mit riesigen Hörnern auf dem Kopf und schrecklichen Fratzen suchen sie der Legende nach schlimme Kinder, um sie in einem Korb fortzutragen.

Besänftigt werden können die „Krampusse“ nur vom Heiligen Nikolaus. Er belohnt die braven Kinder und schenkt Ihnen ein Säckchen mit Naschereien, Obst und Nüssen.

War es lange Tradition, dass Nikolaus und Krampus in jedes Haus kamen, so gibt es heute Krampus-Umzüge in vielen Orten. Die Krampus-Gruppen, „Passen“ genannt, tragen dabei mit Stolz Ihre selbst geschnitzten Masken und flößen nicht nur den Kindern mit Ihrem furchterregenden Aussehen Respekt ein.

Süße Köstlichkeiten zum Naschen

Brauchtum ist immer ganz eng mit Kulinarik verbunden und so ist es auch in der Adventzeit. Das Backen der Weihnachtskekse erfüllt das ganze Haus mit herrlichen Düften. Jede Familie hat Ihre eigenen Lieblingskekse und Rezepte. Ob Lebkuchen, Vanillekipferl, Zimtsterne oder Kokosbusserl – mit Nüssen, Streusel oder Schokoglasur verziert versüßen sie uns die Weihnachtszeit.

Neben den Weihnachtskeksen ist es in vielen Regionen Österreichs Tradition, ein sogenanntes „Kletzenbrot“ zu backen. Als „Kletzen“ bezeichnet man getrocknete Früchte wie Birnen oder Äpfel. Zusammen mit gehackten Nüssen und Mehl werden sie zu einem Brot geformt und gebacken. Das Kletzenbrot ist sehr nahrhaft und hält lange und war in früheren Zeiten ein willkommener Genuss in der kargen Winterzeit.

Gesundheit und Segen für das ganze Jahr

Weihnachten war traditionell auch immer die Zeit, in der man für Gesundheit und Wohlergehen durch das ganze Jahr gebeten hat. In vielen Regionen Österreichs, vor allen im ländlichen Raum wird das auch heute noch so gemacht, das sogenannte „Rauchen gehen“.

Dafür werden aus dem Feuer kleine Holzstücke mit den letzten Glutresten entnommen und in ein „Rauchpfandl“ gegeben. Darauf kommen Weihrauch oder getrocknete Kräuter, wodurch ein starker Rauch entsteht. Mit dem Rauchpfandl geht man nun von Zimmer zu Zimmer, um alle Räume und deren Bewohner gegen Krankheit und Unheil zu wappnen.

Für die persönliche Gesundheit und vor allem gegen Kopfschmerzen wird ein Hut dreimal alternierend über das Rauchpfandl und über den Kopf gehalten.

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