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BENEDIKTINER-STIFT ADMONT

Im Herzen der Obersteiermark, dem Lauf der Enns folgend, liegt eines der bedeutendsten Klöster Österreichs: das Benediktinerstift Admont. Es ist das älteste noch bestehende Kloster der Steiermark und hat das Land durch seine wechselvolle Geschichte geprägt und bereichert.

Wie das Schloss Pichlarn besteht es bereits seit dem 11. Jahrhundert und hat sich durch die Zeit zu einem besonderen Kraftplatz entwickelt. Als geistliches, kulturelles und wirtschaftliches Zentrum der Obersteiermark geht seine Bedeutung aber weit über die Grenzen des Landes hinaus.

Ein bewegtes Jahrtausend

Das Stift Admont wurde 1074 gegründet und war in seinen Anfängen eng mit Salzburg verbunden. Die Gründung erfolgte durch den Salzburger Erzbischof Gebhard. Besiedelt wurde es von Mönchen aus dem Stift St. Peter der Stadt Salzburg.

Im Jahr 1120 schloss man dem Benediktinerstift ein Nonnenkloster an, das jedoch während der Reformation wieder aufgelöst wurde. 1644 erfolgte die Gründung eines Gymnasiums, das bis heute fortbesteht.

Im 17. und 18. Jahrhundert wurden ausgedehnte Umbauarbeiten im Barockstil durchgeführt. Diese Arbeiten gipfelten in den 1770er Jahren in der Errichtung des wunderschönen barocken Bibliothekssaals.

1865 zerstörte ein Großbrand weite Teile der Klosteranlage, verschonte aber den Bibliothekssaal vollständig. Mit dem Wiederaufbau des Stifts im neogotischen Stil wurde sofort begonnen.

Die barocke Stiftsbibliothek

Der Bibliothekssaal ist ein Meisterwerk barocker Architektur. Seine Ausmaße (70 m hoch, 14 m breit und bis zu 12 m hoch) machen ihn zum größten klösterlichen Bibliothekssaal der Welt. Erbauer wer der Wiener Architekt Josef Hueber, der den Bau an den Prunksaal der Nationalbibliothek in Wien anlehnte.

Die sieben Kuppeln des Bibliothekssaals werden von Fresken des Malers Bartolomeo Altomonte geschmückt. Die auf den Fresken dargestellten Themen zeigen die Verbindung von Religion mit den Künsten und den Wissenschaften.

Zahlreiche Besonderheiten heben den Bibliothekssaal von Stift Admont gegenüber anderen des 18. Jahrhunderts hervor. 48 Fenster sorgen für einen lichtdurchfluteten Raum, dessen Helligkeit durch die weißen mit Gold verzierten Bücherregale verstärkt wird.

Die Bibliothek von Stift Admont birgt rund 200.000 Bände und 1400 Handschriften ab dem 8. Jahrhundert. Seit dem 12. Jahrhundert hatte das Stift ein eigenes Skriptorium (Schreibschule) aus dem ausgezeichnete Handschriften hervorgingen.

Eine großartige Vielfalt

2003 eröffnete das Stift Admont ein Großmuseum. Eine umfangreiche naturwissenschaftliche Sammlung und ein wertvoller gotischer Kunstbestand sind darin ebenso enthalten wie zeitgenössische Kunst und Sonderausstellungen.

Sehenswert ist auch die Kirche des Stiftes. Bei dem Brand von 1865 völlig zerstört, wurde sie auf den romanischen und gotischen Fundamenten wieder aufgebaut und 1869 geweiht. Sie ist damit einer der ersten großen neugotischen Sakralbauten in Österreich.

Auch die Außenanlagen sollte man nicht versäumen. Ein Kräutergarten, eine Panoramastiege mit Aussichtsplattform und ein Literaturpfad können besichtigt werden. Der Literaturpfad ist Teil eines steirischen Projektes, das sich an verschiedenen Schauplätzen mit acht wertvollen mittelalterlichen Texten auseinandersetzt.

Was Sie noch wissen sollten

Das Kloster öffnet seine Tore für Besucher in diesem Jahr voraussichtlich am 25. April 2021. Ab dann können die Museen und die Bibliothek wieder täglich von 10.00 bis 17.00 Uhr besichtigt werden.

Stift Admont bietet zahlreiche Angebote speziell für Familien, Führungen und mehr an. Der Eintrittspreis in die Museen und die Bibliothek beträgt pro Erwachsenen € 12,50. Zweimal pro Tag, jeweils 11.00 und 14.00 Uhr, findet eine kostenlose Führung durch die Bibliothek statt.

Vom IMLAUER Hotel Schloss Pichlarn aus brauchen Sie mit dem Auto zirka 35-40 Minuten bis zum Stift Admont. Alternativ können Sie die Anfahrt mit dem Fahrrad über den Ennsradweg planen. Dafür müssen Sie ca. 2 Stunden pro Fahrt (je 37 km) einrechnen.

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